Schweinegrippe als SEO Attacke
Vorsicht vor der Schweinegrippe – im realen Leben genauso, wie im virtuellen. Denn die Viren um die Schweinegrippe werden auch mit sogenannten Blackhat SEO Attacken verbreitet – nur eben in virtueller Form. Keyword-Recherchen bei der Suchmaschineneingabe ergeben, dass die Schweinegrippe etliche Male gesucht wird, denn Informationen um den Virus scheinen äußerst beliebt. Das wissen auch Online-Straftäter und verbreiten so ihre virtuellen Viren.
Panda Security gibt Meldungen über diese SEO Attacken heraus. Dabei fand man bei den entsprechenden Recherchen eine Suchmaschine, die Informationen rund um die Schweinegrippe geben solle, allerdings verfolgt diese Suchmaschine ein anderes Ziel: Pornografische Seiten werden jedem gezeigt, der auf die Ergebnisse der Suchmaschine klickt. Das mag bei einigen Usern sogar erfolgreich ziehen, aber Vorsicht: Um die pornografischen Videos anzuschauen, müsse sich der User erst mal einen Player installieren. Wer sich etwas auskennt, ist sich der Gefahr dahinter bewusst: So können Viren verbreitet werden. Der Player hat den harmlosen Namen „Adware/WebMediaPlayer“ – ist aber alles andere als harmlos, denn Viren verbergen sich darauf, die den PC infizieren.
Blackhat SEO hat den Hintergrund, dass der ahnungslose Nutzer erst einmal auf genau die Page gelockt werden muss, wo sich der Virus versteckt. Spam-Mails haben aufgrund der Aufklärungsarbeit mittlerweile kaum mehr Chancen, zumal auch die Filter der Webmailer immer besser ausgebaut werden. Mittlerweile wird nun die Suchmaschinenoptimierung dafür verwendet, Viren übers Netz zu verteilen – der arglose User sucht etwas bestimmtes, die Cyber-Kriminellen orientieren sich an den derzeit aktuellsten Suchbegriffen und verstecken hinter Videos, Playern, Gratis-Software oder sonstigem ihre Viren, die sich der User dann direkt auf den Rechner zieht. Dadurch, dass sich die Kriminellen über die aktuell relevantesten Suchen informieren, landen sie meist auch auf den obersten Plätzen der Suchmaschinen. Hier ist unbedingt Vorsicht geboten, denn der normale User kann die manipulierten Webseiten kaum von einer normalen unterscheiden, worin sich eben die Gefahr verbirgt.