Kategorie: TikTok

Tiktok: Launch der Selbstbuchungs-Plattform für Ads

TikTok hat eine Selbstbuchungsplattform für Werbung gestartet. Diese orientiert sich an dem Modell von Google und Facebook. Einstellbar sind die Ads über: Ads.Tiktok.com. Die Architektur der Kampagnen orientiert sich sehr stark an dem Konkurrenten Facebook. Eine Kampagne hat mehrere Anzeigengruppen, zu denen mehrere Anzeigen gehören. Während der Kampagnenerstellung wird auch eine Grafik angezeigt, die die aktuell ausgewählte Zielgruppe darstellt und zeigt, ob diese zu klein, zu groß oder genau richtig ist.

Als Erstes wird eine Kampagne angelegt und ein Kampagnenziel (Traffic für eine App oder eine Website generieren, App Installs generieren, oder Conversions (also Transaktionen) bestimmt. Um Conversions messen zu können, muss ein Trackingpixel von TikTok auf der eigenen Webseite eingebunden werden.  Als Nächstes wird das Budget festgelegt. Man kann zwischen einem Kampagnenbudget oder einem Tagesbudget wählen. TikTok empfiehlt ein Kampagnenbudget in der Höhe von mindestens 500 US Dollar pro Tag. Danach werden Anzeigengruppen angelegt und Placements bestimmt. Im nächsten Schritt werden verschiedene Targeting Möglichkeiten angeboten, um die richtige Zielgruppe zu erreichen:

Auch hier können Custom Audiences erstellt werden. Nun kann die Biet- und Optimierungsmechanik ausgewählt werden. Zur Auswahl stehen CPC (Cost-per-Click), CPM (Cost-per-Mille, entspricht dem deutschen Tausender-Kontakt-Preis) und oCPC.

Dies bedeutet, dass dein Gebot die Kosten darstellt, die du bereit bist, pro Ergebnis zu zahlen. Das System liefert deine Anzeigen an Nutzer, die mit größerer Wahrscheinlichkeit die gewünschte Aktion ausführen, und dies zu einem Preis, der deinem Gebot so nahe wie möglich kommt.

Hinweis: Die Abrechnung für oCPC basiert auf Klicks und nicht auf Ergebnissen. Wenn dein Marketingziel beispielsweise darin besteht, mehr Benutzer auf deine App-Seite zu bringen, um deine Gaming-App zu installieren, liefert das System bei Verwendung der oCPC-Gebotsmethode deine Anzeigen an diejenigen, die die App mit größerer Wahrscheinlichkeit installieren, die Gebühren werden jedoch basierend auf Klicks auf deine App-Seite berechnet.

Nun können die Anzeigen erstellt werden. Es bieten sich zwei Optionen an: Video- und Bilder-Anzeigen. Da auf Tiktok und im Tiktok Audience Network jedoch nur Video-Anzeigen auslieferbar sind, ist die erste Option für europäische Werbekunden erst mal nicht wichtig.

TikTok möchte den Werbetreibenden die Erstellung erleichtern, und bietet deshalb zusätzliche Funktionen an. Durch die Aktivierung von „Automated Creative Optimization“ kann das Tool aus dem vorhandenen Material (Videos, Bilder, Texte), das der Nutzer hochlädt, automatisch mehrere Anzeigenkombinationen erstellen und auch testen welches für das jeweilige Kampagnenziel am besten funktioniert. Im Video Creation Kit findet man verschiedene Vorlagen, die der Nutzer befüllen kann.

Über das Dashboard können Kampagnen verwaltet werden. Dort erhältst du auch einen Überblick über das bereits ausgegebene Geld, Conversions und Impressions.

Ob TikTok als Werbeplattform erfolgreich sein wird ist noch unklar. Die Zielgruppe ist relativ jung. Allerdings besteht nun die Möglichkeit, die schwer erreichbare Generation Z zu erreichen. Jedoch hat die Zielgruppe auch keine hohen Budgets. Außerdem müssen die Inhalte für Aufmerksamkeit sorgen und mit den üblichen Viral-Videos auf TikTok mithalten können. Dies können sich auch nur große Unternehmen leisten.


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